Der Frühstückskreis zu Besuch bei der TARA Tierhilfe

Fast niemand aus unserer Frühstückskreis-Gruppe hatte je etwas von der TARA Tierhilfe in Lohmar-
Krahwinkel gehört, wenngleich sie direkt an der B 56, quasi vor der „Seelscheider Haustüre“, gelegen ist.
Entsprechend groß war die Neugier, als wir uns dort am 23. April zum üblichen gemeinsamen Frühstück mit anschließender Führung über den Hof trafen.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir waren nicht nur überrascht, sondern tief beeindruckt von dem, was wir dank Ulla Fiebig, der Gründerin der Tierhilfe, so hautnah erleben durften.
Im Jahr 2000 gründete Ulla Fiebig, seit ihrer Jugend begeisterte Pferdeliebhaberin, den Verein TARA Tierhilfe e.V., dessen Ziel es ist, Tieren in Not zu helfen und ihnen dauerhaft ein artgerechtes und sicheres Leben zu ermöglichen. Im Jahr 2017 kaufte eine großzügige Gönnerin aus Lohmar das Gelände eines ehemaligen Pferdegestüts in Lohmar-Krahwinkel und stellte dieses Frau Fiebig für ihr Anliegen zur Verfügung. Seither gibt es also dieses neue Zuhause für Tiere, die aus ganz unterschiedlichen Gründen in Not geraten sind. Zur Zeit sind es mehr als 100 überwiegend landwirtschaftliche Nutztiere, wie Pferde, Hunde, Schweine, Esel, Ziegen, Schafe, Puten oder Hühner, die auf dem großen Gelände liebevoll umsorgt werden. Ob Pferde, die bereits auf dem Weg zum Schlachter waren, Tiere, die aus Altersgründen oder wegen einer Krankheit von ihren Besitzern nicht mehr gewollt wurden, Tiere, denen zum Teil mutwillig große Schmerzen zugefügt wurden oder solche, die wegen steigender Kosten vernachlässigt worden waren, sie alle werden hier gepflegt und gewertschätzt, ganz gleich, ob sie jung oder alt, mit oder ohne Behinderung sind. Alle Tiere haben einen Namen (Luan, Mona, Heidi, Otto, Martin, Rosenrot), mit dem sie auch angeredet werden.
Neben Ulla Fiebig kümmern sich etwa 80 Ehrenamtler, acht Festangestellte (darunter drei mit Behinderung), drei „Bufdis“ (Bundesfreiwilligendienst) und ein Hausmeister mit viel Liebe und Geduld darum, dass es den Tieren gut geht. Und das ist ganz offensichtlich der Fall – auf dem gesamten Gelände herrscht eine ausgesprochene Wohlfühlatmosphäre. Wenn Frau Fiebig mit ihren Tieren oder über sie spricht, hat man den Eindruck, als seien Luan, Mona oder Martin ihre Kinder. Die Tatsache, dass es auf dem Hof inzwischen Pferde gibt, die 35 bzw. sogar 38 Jahre alt sind, spricht für sich.
Natürlich ist die Versorgung der Tiere mit erheblichen Kosten verbunden. Nicht nur für das Futter wird viel Geld benötigt, sondern vor allem auch für den Tierarzt, der täglich gebraucht wird, und für die zu verabreichenden Medikamente. Der Verein TARA e.V. finanziert sich hauptsächlich über Spenden, und so freute sich Frau Fiebig auch über unseren Beitrag, den wir ihr beim Abschied überreichten.
Monika Funke